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Alte Bleirohre erkennen und sanieren in Augsburg

Aktualisiert am 26.09.2026 · Rohrreinigung Augsburg

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Kurzantwort: Bleirohre in Augsburger Altbauten (Baujahr vor 1973) sind ein ernstes Gesundheitsrisiko. Der Trinkwassergrenzwert von 10 Mikrogramm Blei pro Liter darf nicht überschritten werden. Lassen Sie prüfen, Trinkwasser testen und bei positivem Befund die Leitungen austauschen.

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Warum Bleirohre gefährlich sind

Blei ist ein giftiges Schwermetall, das sich im menschlichen Körper anreichert. Schon geringe Mengen können bei Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren zu neurologischen Schäden führen. Das Blei gelangt aus dem Rohrmaterial direkt ins Trinkwasser, besonders wenn das Wasser lange in der Leitung steht (zum Beispiel nachts).

Die Trinkwasserverordnung schreibt seit 2013 einen Grenzwert von 10 Mikrogramm Blei pro Liter vor. Hausbesitzer und Vermieter sind verpflichtet, diesen Grenzwert einzuhalten.

Wann sind Bleirohre zu erwarten?

In Augsburg und dem gesamten deutschen Raum wurden Bleirohre bis Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre verlegt. Gebäude aus dieser Zeit und früher können betroffen sein - insbesondere:

  • Gründerzeitbauten und Vorkriegshäuser
  • Nachkriegsgebäude bis ca. 1970
  • Gebäude mit ursprünglicher, nie erneuerter Hausinstallation

Bleirohre erkennen

Bleileitungen sind an mehreren Merkmalen erkennbar:

  • Optik: Blei ist dunkelgrau bis silbrig und hat eine matte, leicht glänzende Oberfläche
  • Weichheit: Bleirohre lassen sich mit dem Fingernagel leicht einkerben - im Gegensatz zu Kupfer oder Stahl
  • Form: Ältere Bleileitungen haben oft charakteristische Muffen-Verbindungen oder sanfte, handgebogene Kurven
  • Lage: Oft im Keller an der Übergabestelle vom öffentlichen Netz zum Hausanschluss zu finden

Im Zweifelsfall lassen Sie einen Fachbetrieb oder ein Prüflabor eine Probe nehmen. Ein akkreditiertes Labor analysiert das Trinkwasser auf Bleigehalt. In Augsburg bieten städtische oder private Labore diese Analyse an.

Rechte und Pflichten für Vermieter

Vermieter in Augsburg sind verpflichtet, die Trinkwasserqualität zu gewährleisten. Bei Überschreitung des Grenzwerts müssen die Bleileitungen ausgetauscht werden. Mieter haben das Recht, über mögliche Bleikontamination informiert zu werden. Wer als Vermieter wissentlich verschweigt, dass Bleileitungen vorhanden sind, kann haftbar gemacht werden.

Sanierungsoptionen

  • Austausch durch Kupfer- oder Kunststoffleitungen: Der zuverlässigste Weg. Die alten Bleileitungen werden vollständig entfernt und durch modernes Material ersetzt.
  • Grabenlose Innensanierung: In manchen Fällen können Bleileitungen mit einem Epoxidharzsystem von innen beschichtet werden. Diese Methode ist umstritten und wird von Experten nicht immer empfohlen.

Sofortmaßnahmen bei Verdacht

Solange die Leitungen nicht ausgetauscht sind, sollten Sie nach längerer Stehzeit (über Nacht oder nach Abwesenheit) das Wasser mehrere Minuten laufen lassen, bevor Sie es trinken. Für Säuglinge und Kleinkinder empfehlen Gesundheitsbehörden in solchen Situationen abgefülltes Wasser.

Fazit

Wer in einem älteren Augsburger Gebäude wohnt oder ein solches besitzt, sollte die Trinkwasserinstallation prüfen lassen. Bleirohre sind ein vermeidbares Gesundheitsrisiko - und der Austausch ist eine Investition, die sich für Mensch und Gebäude langfristig lohnt.

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